Nachtrag aus Hannover

Immer wieder schön, Orte zu besuchen, wo so viele Menschen (fast 70!) zusammen leben – und dann noch in so einem schönen Gebäude wie der alten Schule von „Stadtteilleben Linden“, das zum Mietshäusersyndikat gehört.

Es ging an diesem Abend (mal wieder) viel um Subkultur. Ich halte die Verankerung der Linken dort mittlerweile für einen ziemlich schweren Fehler. Darauf kam ich auch heute morgen mit einem Genossen aus Rotenburg/Wümme zu sprechen, der mir davon erzählte, wie in Orten in der Umgebung rechte und faschistische Milieus Fuß fassen, „weil es ihnen viel leichter fällt, sich am Leben der anderen Leute zu beteiligen, z.B. an der Freiwilligen Feuerwehr und ähnlichem.“

Es gibt aber gar keinen objektiven Widerspruch zwischen linkem Bewusstsein und dem Engagement in der Feuerwehr, es gibt nur einen zwischen subkultureller Abgrenzung, die auch eine gewissen Konfliktunfähigkeit pflegt und daher die Auseinandersetzung mit andersdenkenden scheut, und Institutionen wie einer „Freiwilligen Feuerwehr“: sich mit den Leuten aus der Umgebung zu verbinden, ohne sich zu verbiegen, sondern Widerspruch zu äußern und trotzdem zusammen zu arbeiten: das wäre eine Haltung, die stark und autonom ist.

Außerdem hat mir die Stadt Hannover wirklich gut gefallen.

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