Black Penal Abolitionists

Straf- und besonders Gefängnisabolitionismus ist nicht nur aus der Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei entstanden, sondern ist auch heute, besonders in den USA, eine von der Schwarzen Community getragene Bewegung.

Wenn ihr schwarze Abolitionist*innen lesen wollt, gibt es außer der Pflichtlektüre von ANGELA DAVIS zum Beispiel folgende weiter Autor*innen:

Vanessa Eileen Thompson und Jeannette Ehrmann haben beide in meinem Buch einen Beitrag geschrieben (“Abolitionistische Demokratie”)
Michelle Alexander (Buch “The new Jim Crow”)
Kali Nicole Gross (“African American Women, Mass Incarceration, and the Politics of Protection”)

… und es gibt noch viele mehr, zum Beispiel die Initiative “INCITE! Women of Color against violence” incite-national.org

 

Online Buchpremiere: Weggesperrt von Thomas Galli

Wer Zeit und Lust hat, kann einer Online Buchpremiere mit Podiumsdiskussion von Thomas Gallis neuem Buch “Weggesperrt” beiwohnen:

https://www.koerber-stiftung.de/veranstaltungsuebersicht/weggesperrt-2989

Unbestreitbar gibt es ein Bedürfnis der Gesellschaft nach Strafe: Wer gegen Gesetze verstößt, soll nicht ungeschoren davonkommen. Den Täter zur Verantwortung zu ziehen, ihn zur Reue anzuhalten, abzuschrecken, den Opfern Genugtuung zu verschaffen und die Gesellschaft vor Gefahren zu schützen – das sind die Hoffnungen, die sich an Gefängnisstrafen knüpfen. Aber aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung weiß der Rechtsanwalt und ehemalige Gefängnisdirektor Thomas Galli: Selten wird auch nur eines dieser Ziele erreicht.

In seiner Streitschrift »Weggesperrt« fordert er daher den weitgehenden Verzicht auf Haftstrafen. Welche Alternativen bereits existieren und welche Wirkung die derzeitigen gesellschaftlichen Erfahrungen mit Isolation und Kontaktsperre haben, diskutiert Thomas Galli mit Arnd Henze vom WDR. Denn für die allermeisten Straftäter brauchen wir einen alternativen, wirkungsvollen Strafvollzug, um in einer Welt mit mehr Gerechtigkeit und Sicherheit zu leben.

Moderation: Arnd Henze, WDR

WDR 5: Es geht auch ohne Knast

Guter Beitrag zur derzeit wieder heißer diskutierten Frage, ob man die Knäste nicht endlich überwinden könnte. Inklusive Wortbeiträgen von mir.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-neugier-genuegt-das-feature/audio-es-geht-auch-ohne-knast-100.html

Reihe: Neugier genügt. Autor: Miltiadis Oulios

Und noch was zum Hören:

Ein paar Fundstücke zum Thema Strafe und Gefängnis:

Kurzmitteilung

auf dem Hoffest der G16, mehr dazu demnächst

Film TO GERMANY WITH LOVE in KÖLN

11.03. 19h Filmpalette, Lübecker Str.15, 50668 Köln -Eigelstein
Eintritt 7,- (6,-) Euro

Wie kann ein Menschen nach einem Verbrechen mit dieser Tat umgehen. Der Film «To Germany, with love» (engl. Titel »The Worst Thing« ) von der Regisseurin Desireena Almoradie zeigt dies anschaulich.
1985 verlor Kathleen ihren Bruder Eddie, einen U.S. amerikanischen Soldaten, durch einen Anschlag der Roten Armee Fraktion (RAF). Viele Jahre später, beschließt sie, die Gruppe zu suchen, die für seinen Mord verantwortlich ist. Der Film begleitet Kathleen auf ihrer Reise nach Deutschland, um mit ehemaligen Mitgliedern der RAF Frieden zu schließen.
Der Film wird in OmU gezeigt. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Rehzi Malzahn statt. Sie hat 2018 den Sammelband »Strafe und Gefängnis. Theorie, Kritik, Alternativen. Eine Einführung« herausgegeben. Sie arbeitet seit mehreren Jahren zu verschiedenen Formen gewaltarmer Konfliktbewältigung (Mediation, Gewaltfreie Kommunikation, Restorative Justice), darunter auch im Kontext von »Justiz«. rehzimalzahn.blogsport.eu

Restorative Justice ist ein umfassender Ansatz, der darauf abzielt, die durch Verbrechen oder andere Missstände verursachten Schäden so weit wie möglich zu beheben. Anders als im Justizsystem liegt der Fokus nicht auf dem Täter und der rechtlich vorgesehenen Strafe. Ein Kernelement dieses opferorientierten Ansatzes ist das Zusammenbringen und aktive Beteiligen des Geschädigten, des Beschuldigten und möglicherweise indirekt betroffener Parteien.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung.

ABGESAGT Einführung in die Restorative Justice in BONN

19.03.  Alte VHS, näheres demnächst

Strafe und Alternativen in GÖTTINGEN

10.03. 19h Hausprojekt Obere Masch-Straße 10

Strafe und Alternativen in BREMEN

09.03. 19h30 Infoladen Paradox

 

Strafe und Alternativen in HALLE

6.3. 19h Hausprojekt R78, Reilstrasse 78, Näheres hier